TEXTBEITRÄGE

Die letzten

TEXT-BEITRÄGE

Ich schreibe Texte, die nahe an den Menschen sind – ob mitten in Kriegsgebieten oder im Alltag von Krisenregionen. Meine Arbeit umfasst Reportagen, die das Leben vor Ort sichtbar machen, Interviews, die individuelle Stimmen hörbar werden lassen, und Kommentare, die aktuelle Entwicklungen einordnen. Dabei geht es mir nicht nur ums reine Berichten, sondern auch darum, Zusammenhänge aufzuzeigen und Hintergründe greifbar zu machen. Manche Texte wollen erklären, andere berühren oder aufrütteln – gemeinsam ergeben sie ein vielschichtiges Bild unserer Zeit.
Erschienen in "Zenith Magazin"

„Hier soll kein syrisches Leben mehr möglich sein“

An Syriens Südgrenze leben zunehmend mehr Menschen unter israelischer Besatzung. Einer von ihnen: Mousa Aljarwan. Sein Appell richtet sich an Länder mit Einfluss und die internationale Gemeinschaft: Deutschland, die EU, die Vereinten Nationen. „Wir wollen unser Land nicht aufgeben. Es wird unseres bleiben, und wir werden standhaft bleiben“, sagt er. „Wir sind Menschen, die in Frieden leben wollen. Wir möchten eine Zukunft – mit unseren Kindern, in unserem Land. Ein Leben wie alle anderen.“
Fotocredit: Sophia Maier/Zenith
Die Debatte in unserem Land zum Israel-Gaza-Krieg fühlt sich bisweilen wie ein Fußballmatch an. Entscheide dich: Bist du für oder gegen Israel? Bist du für oder gegen die Palästinenser? Wo stehst du? Als wäre dieser Krieg ein Sportereignis. (…) In einer Demokratie, die jede Möglichkeit bieten sollte, sich umfassend zu informieren, auszutauschen und die eigene Meinung öffentlich zu äußern, ist eine Diskursverengung und Unerbittlichkeit in den Diskussionen, wie es sie in Deutschland aktuell beim Thema Gaza-Krieg gibt, fehl am Platz.
SternDE-Titelbild
Fotocredit: stern.de
Hamas-Funktionäre äußern sich nur selten in westlichen Medien. Ihre Skepsis ist groß. Als der stern für eine Woche in Beirut ist, gibt es immer wieder Absagen. Dann aber ein Anruf: Man könne Ali Baraka, den außenpolitischen Sprecher, interviewen. Jetzt oder nie. Treffpunkt in anderthalb Stunden.
Fotocredit: Stern
„Ich halte meine Kamera fest in den Händen – trotz allem, was ich gesehen habe. Ich halte sie in den Händen, auch wenn ich jederzeit ins Visier genommen werden kann. Ich bin ständig dem Risiko ausgesetzt. Und trotzdem arbeite ich weiter. Ich muss mutig sein, um weiterleben zu können.“
Frankfurter Rundschau
Fotocredit: Saher Allghorra / FR
Erschienen bei „BRIGTTE“

"Habe ich manchmal Angst? Ja"

‘Sophia, du bist so mutig.‘ Ein Satz, den ich immer wieder lese und höre. Es sind oft Fremde, die meine Reportagen sehen und mir schreiben. Wenn mich eine so wertschätzende Nachricht erreicht, freue ich mich, fühle mich geschmeichelt. Aber zur Wahrheit gehört auch: Es ist mir unangenehm. Und fühlt sich falsch an. Es ist einfach, mutig zu sein, wenn man privilegiert ist. Die wahren Heldinnen, die wahren mutigen Frauen, das sind für mich ganz andere. Das sind die Frauen, die ich treffe, wenn ich als Reporterin in der Welt in Kriegs- und Krisengebieten unterwegs bin: In der Ukraine, in Afghanistan, Libanon oder Syrien.
Brigitte
Fotocredit: BRIGITTE

Vier Monate nach dem Sturz Assads in Syrien haben viele Menschen dort gemischte Gefühle. Ich erlebte Hoffnung wie Furcht, aber vor allem: bewegende Momente. „Ich träume von einem Syrien, in dem wir auf den Straßen singen und tanzen.“. Alissars Augen leuchten, während sie mich ansieht. Sie ist 23 – und hat ihr ganzes Leben in einer Diktatur verbracht, in der sie Angst hatte, ihre Meinung öffentlich zu äußern. Bis zum 8. Dezember 2024.

Stern.de
Fotocredit: Belal
In den vergangenen fünf Jahren war ich viele Male in europäischen Flüchtlingslagern. Idomeni, Samos, Grenzgebiet zur Türkei, und auch auf Lesbos. Nun ist dort das Lager Moria abgebrannt. 13.000 Verzweifelte, die jetzt auch ihr letztes Hab und Gut verloren haben, die Hoffnung auf Menschsein. Mit dieser Tragödie habe Europa seine Humanität und Würde verloren, lese ich in den sozialen Netzen und Kommentarspalten. Das ist falsch.
Fotocredit: Sophia Maier
Erschienen in „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“

Covid-19 in Flüchtlingslagern - die ersten 5 Fälle

Etwa 1,7 Millionen Geflüchtete leben im Libanon, viele unter verheerenden hygienischen Bedingungen. Die Angst vor einem Ausbruch von Covid-19 ist groß. Besuch bei Familie Dali, die in einem Zeltlager ums Überleben kämpft.
Walid Rashid
Fotocredit: Walid Rashid
Erschienen bei „t-online“

Die Zeichen stehen auf Sturm

Schlimmer kann es nicht mehr werden – diese Einstellung ist im Libanon verbreitet. Doch es wird immer noch schlimmer: Nach der Corona-Pandemie und der verheerenden Explosion droht nun sogar ein Bürgerkrieg. Der französische Präsident Macron warnte, dass der Libanon ohne Hilfe von außen eine Rückkehr zum Bürgerkrieg riskiert. Eine Befürchtung, die viele Libanesen teilen.
Fotocredit: Sophia Maier
Kerim floh vor den Bomben am Himmel, die ihn und seine Familie jederzeit hätten töten können. Sie setzten sich auf ein Boot nach Griechenland, mit dem sie jederzeit hätten untergehen können. Sie schlugen sich nach Idomeni durch, an die Grenzen Europas, das sie schon längst nicht mehr wie Menschen behandelt. Ja, seine Angst durch Bomben zu sterben war vielleicht weg. Aber nun hat er Angst vor dem Leben. Einem Leben in Europa voller Stacheldraht, das ihm die Würde genommen hat. Seine Geschichte ist eine unter Millionen gleicher Geschichten.
Fotocredit: Sophia Maier
‘Then you take a refugee family in, you do-gooder.‘ That’s what I often heard from friends in discussions about the refugee situation. Because I refuse to understand people’s concerns about the situation. Because I think Seehofer’s asylum policy is dangerous. And because I find it disgusting that we give legitimacy to refugees who have fled war, but resent economic refugees and treat them like parasites.
Huffpost
Fotocredit: Sophia Maier
Die letzten

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Ich schreibe Texte, die nahe an den Menschen sind – ob mitten in Kriegsgebieten oder im Alltag von Krisenregionen. Meine Arbeit umfasst Reportagen, die das Leben vor Ort sichtbar machen, Interviews, die individuelle Stimmen hörbar werden lassen, und Kommentare, die aktuelle Entwicklungen einordnen. Dabei geht es mir nicht nur ums reine Berichten, sondern auch darum, Zusammenhänge aufzuzeigen und Hintergründe greifbar zu machen. Manche Texte wollen erklären, andere berühren oder aufrütteln – gemeinsam ergeben sie ein vielschichtiges Bild unserer Zeit.
Erschienen in "Zenith Magazin"

„Hier soll kein syrisches Leben mehr möglich sein“

Fotocredit: Sophia Maier/Zenith

An Syriens Südgrenze leben zunehmend mehr Menschen unter israelischer Besatzung. Einer von ihnen: Mousa Aljarwan. Sein Appell richtet sich an Länder mit Einfluss und die internationale Gemeinschaft: Deutschland, die EU, die Vereinten Nationen. „Wir wollen unser Land nicht aufgeben. Es wird unseres bleiben, und wir werden standhaft bleiben“, sagt er. „Wir sind Menschen, die in Frieden leben wollen. Wir möchten eine Zukunft – mit unseren Kindern, in unserem Land. Ein Leben wie alle anderen.“

SternDE-Titelbild
Fotocredit: stern.de
Die Debatte in unserem Land zum Israel-Gaza-Krieg fühlt sich bisweilen wie ein Fußballmatch an. Entscheide dich: Bist du für oder gegen Israel? Bist du für oder gegen die Palästinenser? Wo stehst du? Als wäre dieser Krieg ein Sportereignis. (…) In einer Demokratie, die jede Möglichkeit bieten sollte, sich umfassend zu informieren, auszutauschen und die eigene Meinung öffentlich zu äußern, ist eine Diskursverengung und Unerbittlichkeit in den Diskussionen, wie es sie in Deutschland aktuell beim Thema Gaza-Krieg gibt, fehl am Platz.
Fotocredit: Stern
Hamas-Funktionäre äußern sich nur selten in westlichen Medien. Ihre Skepsis ist groß. Als der stern für eine Woche in Beirut ist, gibt es immer wieder Absagen. Dann aber ein Anruf: Man könne Ali Baraka, den außenpolitischen Sprecher, interviewen. Jetzt oder nie. Treffpunkt in anderthalb Stunden.
Frankfurter Rundschau
Fotocredit: Saher Allghorra / FR
„Ich halte meine Kamera fest in den Händen – trotz allem, was ich gesehen habe. Ich halte sie in den Händen, auch wenn ich jederzeit ins Visier genommen werden kann. Ich bin ständig dem Risiko ausgesetzt. Und trotzdem arbeite ich weiter. Ich muss mutig sein, um weiterleben zu können.“
Erschienen bei „BRIGTTE“

"Habe ich manchmal Angst? Ja"

Brigitte
Fotocredit: BRIGITTE
‘Sophia, du bist so mutig.‘ Ein Satz, den ich immer wieder lese und höre. Es sind oft Fremde, die meine Reportagen sehen und mir schreiben. Wenn mich eine so wertschätzende Nachricht erreicht, freue ich mich, fühle mich geschmeichelt. Aber zur Wahrheit gehört auch: Es ist mir unangenehm. Und fühlt sich falsch an. Es ist einfach, mutig zu sein, wenn man privilegiert ist. Die wahren Heldinnen, die wahren mutigen Frauen, das sind für mich ganz andere. Das sind die Frauen, die ich treffe, wenn ich als Reporterin in der Welt in Kriegs- und Krisengebieten unterwegs bin: In der Ukraine, in Afghanistan, Libanon oder Syrien.
Stern.de
Fotocredit: Belal
Vier Monate nach dem Sturz Assads in Syrien haben viele Menschen dort gemischte Gefühle. Ich erlebte Hoffnung wie Furcht, aber vor allem: bewegende Momente. ‚Ich träume von einem Syrien, in dem wir auf den Straßen singen und tanzen.‘ Alissars Augen leuchten, während sie mich ansieht. Sie ist 23 – und hat ihr ganzes Leben in einer Diktatur verbracht, in der sie Angst hatte, ihre Meinung öffentlich zu äußern. Bis zum 8. Dezember 2024.
Fotocredit: Sophia Maier
In den vergangenen fünf Jahren war ich viele Male in europäischen Flüchtlingslagern. Idomeni, Samos, Grenzgebiet zur Türkei, und auch auf Lesbos. Nun ist dort das Lager Moria abgebrannt. 13.000 Verzweifelte, die jetzt auch ihr letztes Hab und Gut verloren haben, die Hoffnung auf Menschsein. Mit dieser Tragödie habe Europa seine Humanität und Würde verloren, lese ich in den sozialen Netzen und Kommentarspalten. Das ist falsch.
Erschienen in „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“

Covid-19 in Flüchtlingslagern - die ersten 5 Fälle

Walid Rashid
Fotocredit: Walid Rashid
Etwa 1,7 Millionen Geflüchtete leben im Libanon, viele unter verheerenden hygienischen Bedingungen. Die Angst vor einem Ausbruch von Covid-19 ist groß. Besuch bei Familie Dali, die in einem Zeltlager ums Überleben kämpft.
Erschienen „bei t-online“

Die Zeichen stehen auf Sturm

Fotocredit: Sophia Maier
Schlimmer kann es nicht mehr werden – diese Einstellung ist im Libanon verbreitet. Doch es wird immer noch schlimmer: Nach der Corona-Pandemie und der verheerenden Explosion droht nun sogar ein Bürgerkrieg. Der französische Präsident Macron warnte, dass der Libanon ohne Hilfe von außen eine Rückkehr zum Bürgerkrieg riskiert. Eine Befürchtung, die viele Libanesen teilen.
Fotocredit: Sophia Maier
Kerim floh vor den Bomben am Himmel, die ihn und seine Familie jederzeit hätten töten können. Sie setzten sich auf ein Boot nach Griechenland, mit dem sie jederzeit hätten untergehen können. Sie schlugen sich nach Idomeni durch, an die Grenzen Europas, das sie schon längst nicht mehr wie Menschen behandelt. Ja, seine Angst durch Bomben zu sterben war vielleicht weg. Aber nun hat er Angst vor dem Leben. Einem Leben in Europa voller Stacheldraht, das ihm die Würde genommen hat. Seine Geschichte ist eine unter Millionen gleicher Geschichten.
Huffpost
Fotocredit: Sophia Maier
‘Then you take a refugee family in, you do-gooder.‘ That’s what I often heard from friends in discussions about the refugee situation. Because I refuse to understand people’s concerns about the situation. Because I think Seehofer’s asylum policy is dangerous. And because I find it disgusting that we give legitimacy to refugees who have fled war, but resent economic refugees and treat them like parasites.

Mein neues Buch: "Herz aus Stacheldraht"

Ich berichte als Kriegsreporterin aus Krisengebieten wie Afghanistan, Syrien oder der Ukraine – mit dem Blick auf die Schwächsten: Frauen, Kinder und Familien. In meinem Buch Herz aus Stacheldraht erzähle ich von Leid, Flucht und Verlust, aber auch von Hoffnung und dem Einsatz für Gerechtigkeit. Es ist ein Plädoyer für Menschlichkeit und ein Appell, Verantwortung zu übernehmen.

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